Nichts als Ausreden
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Viele Menschen befürworten größere Anstrengungen für den Klimaschutz, aber im Alltag finden wir immer wieder Argumente um passiv zu bleiben:

  • „Wenn nur Deutschland CO2 einspart, nützt das nicht, denn größere Länder verursachen viel höhere Emissionen.“
    Richtig ist, dass wir nur international dieses globale Problem lösen können. Für uns persönlich sollten jedoch die eigenen Emissionen entscheidend sein.
    Deutschland lag 2016 mit 10.8 Tonnen pro Einwohner auf dem 28. Platz,  China mit 6.3 Tonnen auf dem 50ten (jeweils durch Konsum erzeugtes CO2 -> Wikipedia). Können  80 Millionen Deutsche von 1.4 Milliarden Chinesen verlangen, dass sie weniger CO2 produzieren sollen, damit die wenigen Deutschen nichts tun müssen?
    Oder könnten 2.7 Millionen Einwohner von Katar (33 Tonnen, 2. Platz) von 80 Millionen Deutschen mehr CO2 Einsparungen verlangen, damit sie nichts tun müssen?
  • „Ich kompensiere meine Flüge und darum darf ich auch Flugreisen machen.“ Kompensieren ist ein erster Schritt, aber die CO2 Emissionen entstehen in wenigen Flugstunden und ihre Kompensation benötigt viele Jahre. Wenn wir also morgen alle auf Teufel komm heraus fliegen und gleichzeitig kompensieren, erzeugen wir in Summe erhebliche nicht kompensierte CO2
    Mengen die uns den Garauss machen.
  •  „Mir ist das alles zu kompliziert, ich weiß nicht wo ich anfangen kann und was es wirklich bringt.“ Wenn man wirklich etwas tun möchte, ist das frustrierend, man kann aber trozdem etwas tun. Ansonsten ist es nur eine Ausrede.
  • „Wenn ich in Klimaschutzmaßnahmen investiere, rentiert sich das finanziell erst in 20 Jahren, z.B. einen neue Heizung.“ Diese Sichtweise ist berechtigt, wenn man nur Geld als Maßstab anlegt. Leider hilft sie  beim Klimawandel nicht weiter.
  • „Meine Wohnung ist gut gedämmt, darum darf ich auch mal eine Kreuzfahrt machen.“ Diese sogenannten Rebound-Effekte sind menschlich. Man spart an einer Stelle CO2 und nutzt diese Tatsache, um mehrere andere CO2 Emissionen gedanklich zu kompensieren – was natürlich die Sache nicht besser macht. Und ich erwische mich selber: Ich benutze dies immer wieder.
  • „Ökosysteme selber erzeugen viel mehr CO2 als wir Menschen und darum können wir uns noch so anstrengen.“ Solche Argumente hört man immer wieder, aber im Gegensatz zu CO2 aus der Kohleverbrennung ist dieses CO2 Teil der Kreisläufe und wird wieder aufgenommen.
  • „Erst müssen die großen Klimasünder etwas tun.“ Auch das ist verständlich. Warum soll ich Geld investieren oder verzichten, wenn mein Nachbar rücksichtslos CO2 erzeugt?
  • „Es ist mir einfach egal.“ Die vielleicht ehrlichste Aussage, aber wie weit kommen wir damit?

Alle diese Ausreden funktionieren nur, weil wir nicht für jede unserer Handlungen die CO2 Emissionen bewerten können.

 

Die REU Währung würde diese Ausreden gnadelos in die Realität zurückholen, weil die eigenen REU Ausgaben der objektive Nachhaltigkeitsmaßstab ist.

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